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Datum
22.01.2021

Was macht ein Haus wertvoll? Fünf wichtige Faktoren

Wer sein Eigenheim verkaufen möchte, nachdem es ausgedient hat oder nicht mehr gefällt, sollte den Marktwert seiner Immobilie genau kennen. Oft driften die Vorstellungen des Besitzers mit denen der potenziellen Käufer auseinander. Grund dafür ist, dass auf dem Markt nicht entscheidend ist, wie viel der Besitzer einst investiert hat, sondern wie viel die Immobilie in ihrem aktuellen Zustand wert ist.

Was macht ein Haus wertvoll? Fünf wichtige Faktoren
(GettyImages/Westend61)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Auch wenn Sie Ihre Immobilie aktuell nicht verkaufen möchten, gibt es Faktoren, die dafür sorgen, dass ein Haus an Wert gewinnt.
  • Hier gibt es unterschiedliche Kriterien, die schon vor dem Kauf beachtet werden sollten – wie die Lage oder immaterielle Kriterien.
  • Aber auch Unterhaltungskosten durch Pool oder Sauna spielen beim Verkauf eine entscheidende Rolle.

Standard wertvoller als Individualität

Wer sich sein Eigenheim selbst baut, möchte sich darin auch selbstverwirklichen. Individuelle Designs tragen maßgeblich dazu bei. Doch sollte das Eigenheim irgendwann wiederverkauft werden, können einzigartige Details unter Umständen eine Wertminderung bedeuten. Auch wenn für Böden die teuerste Fliese aus Japan gewählt wurde, gefällt dies nicht jedem. Eine Renovierung bedeutet deshalb immer zusätzliche Kosten für den potenziellen Käufer, der diese natürlich in seine Entscheidung mit einfließen lässt. Standardisierte Immobilien sind hingegen wertstabil.

Niedrige Unterhaltungskosten

Auch wenn beim Eigenheim keine monatlichen Mietzahlungen notwendig sind, müssen Unterhaltungskosten gezahlt werden. Luxuselemente wie Sauna oder Pool sind zwar äußerst beliebt, jedoch teuer in der Unterhaltung. Potenzielle Käufer beachten auch diese Stellschrauben und entscheiden sich im Zweifelsfall aus Kostengründen für eine Immobilie mit weniger Luxus. Ähnliches gilt für moderne und offen gehaltene Wohnhäuser. Dort fallen häufig höhere Heizkosten an, die sich negativ auf den Kaufpreis auswirken können.

Deshalb lautet die Devise: Je niedriger die Unterhaltungskosten, desto besser für den Kaufpreis.

Immaterielle Kriterien sind entscheidend

Auch wenn das Grundstück und die Immobilie maßgeblich für den Kaufpreis sind, gibt es auch immaterielle Kriterien, die von Interessenten beachtet werden. Insbesondere Einschränkungen können dabei den Wert erheblich mindern.

Ein Beispiel dafür ist ein Grundstück, das über keinen eigenen Zugang zur Straße verfügt. Seine Bewohner müssen immer über das Grundstück des Nachbarn, um auf die Straße zu gelangen. Der Nachbar muss in den meisten Fällen dafür entschädigt werden und die dadurch entstehenden Kosten werden Käufer berücksichtigen.

Potenzial für zusätzlichen Raum

Grundstückeigentümer können ihre Fläche nicht beliebig bebauen, sondern müssen sich an einen Bebauungsplan halten, der Angaben zu Grundflächenzahl und zu Geschossflächenzahl beinhaltet. Haben Hauseigentümer nicht die volle Fläche des Bebauungsplans genutzt, besteht Potenzial, dass ein Hauskäufer sein Haus erweitern kann. Das steigert den Wert der Immobilie deutlich.

Mikrolage

Grundstücke werden von den Gutachterausschüssen der Kommunen in unterschiedliche Wohnlagen unterteilt. Für einfache, mittlere und gute Wohnlagen entstehen somit unterschiedlichen Kaufpreise. Dennoch können die Preise auch innerhalb dieser Lagen erheblich schwanken. Daher gilt es auch immer die Mikrolage zu beachten. Grenzt beispielsweise ein Haus in einer guten Lage an einen landwirtschaftlichen Hof, der die Hausbesitzer durch Gerüche, Lautstärke oder Ähnliches belästigt, fällt der Kaufpreis.

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